Aserbaidschan liegt zwischen dem Kaspischen Meer und den kaukasischen Bergen.
Höchste Berggipfel ist Basardüsü, der eine Höhe von 4466 m erreicht.
Im Westen des Landes erstreckt sich das Kaspische Meer,
wo sich der größte Teil der Erdölvorkommen Aserbaidschan bergen.
Aserbaidschan hat eine Fläche von 86.600 km², 5.500 km².
Die Kura (aserbaidschanisch Kür) mündet nach 1.515 Kilometer Länge in das
Kaspische Meer. Zum Staatsgebiet gehören auch die Inseln Pirallahi und Cilov
im Kaspischen Meer. Auf der Halbinsel Abscheron gibt es mehrere Ölfelder.
Mehrere Klimazonen in Aserbaidschan führte dazu,
dass die Landschaft Aserbaidschans, die Pflanzen- und
Tierwelt vielfältig sind: Sandwüsten und Gletscher,
Steppen und tropische Wälder, Schlammvulkane und Salzböden,
Ölbaumplantagen, Weinberge, Baumwollfelder, das Meer und die Seen
an Hochgebirge. Entlang der Nordgrenze des Landes finden sich,
bedeckt mit ewigem Schnee und Eis, die größten Bergketten des Großkaukasus.
Der zweithöchste Berggipfel Aserbaidschans ist der Schachdag mit 4.243 Metern
über dem Meeresspiegel. Die Landschaft an der kaspischen
Küste dagegen liegt 28 Meter unter dem Meeresspiegel.
Im Nordwesten schließen an die Bergketten des Großkaukasus das Vorgebirge
eines Steppenplateaus und im Osten Gobustan (eine der ältesten Siedlungen der
Menschheit) mit seinen zahlreichen Schlammvulkanen an.
Im Westen und Südwesten liegt Kleinkaukasus und das vulkanische
Gebirgsplateau Karabach. Im äußersten Südosten, am Kaspischen Meer,
streckt sich entlang dem kaspischem Meer das subtropische Talischgebirge.
An den Hängen seiner Hügel grünen das ganze Jahr die Teeplantagen, Orangen-
und Zitronengärten. Im mittleren Teil von Aserbaidschan liegt zwischen den
Bergmassiven des Groß- und Kleinkaukasus die ausgedehnte Kür-Aras Niederung,
die Kornkammer Aserbaidschans ist. Hohe Berge schützen Aserbaidschan von
Norden her vor kalten Winden, so dass im Land ein mildes Klima herrscht.
Von den 4.200 gezählten Arten der Pflanzenwelt Aserbaidschans kommt jede
zehnte Pflanze nur hier vor. Zu den wertvollsten und in ihrer Art einmaligen
Pflanzen gehören die Eldarkiefer, die den Klimaveränderungen der letzten 13
Millionen Jahre standgehalten hat, sowie die Eiserne Baum und der Buchsbaum.
Seit alters gedeihen hier Granatäpfel, Erdölfrüchte, Dattelpflaumen, Feigen,
Kastanien und Safran.
In der reichen Tierwelt Aserbaidschans kommen exotische Tiere wie der Leopard,
die Kropfgazelle, das Stachelschwein, der Rosaflamingo, das Zeburind und die
Seerobbe vor. Etwa 18.000 Tierarten – darunter 102 Säugetierarten – leben in
Aserbaidschan. Die Spinnenfauna Aserbaidschans ist gut untersucht – bisher
sind hier ca. 690 Arten von Spinnen nachgewiesen worden. Bis vor wenigen
Jahren konnte man im Talischgebirge noch dem Girkantiger begegnen.
Zahlreiche Naturschutzgebiete, darunter neugegründete Nationalparks
und die gezielte Ansiedlung der Tiere, wie der Aussterben bedrohten
Kopfgazelle auf einer Insel im Kaspischen Meer ermöglichen es den zum Teil
seltenen Tierarten, sich wieder zu entwickeln.