Der Massaker vom 20. Januar 1990 in Baku
22 Jahren sind schon seit dem 20. Januar 1990 vergangen, als die ehemalige sowjetische Kriegsmaschine den brutalen Akt des Terrors gegen das Volk von Aserbaidschan begangen hat. Dieser Tag ist in der Geschichte des Volkes von Aserbaidschan als der Blutige Januar bezeichnet.
Von dieser Zeit an jedes Jahr gedenkt die Republik Aserbaidschan, als auch alle Aserbaidschaner weltweit,
der Opfer des am 20. Januar 1990 verübten blutigen Massakers in der Hauptstadt Aserbaidschans Baku, sowie
in anderen aserbaidschanischen Städten. Die sowjetischen Truppen marschierten damals ungerechtfertigt und
entgegen dem Willen des aserbaidschanischen Volkes in die Städte ein. In dieser Nacht wurden hunderte von
unschuldigen und unbewaffneten Menschen getötet und tausende teils schwer verletzt, um die Macht der
sowjetischen Militärmaschinerie vorzuführen und somit den Willen und Glauben des aserbaidschanischen Volkes
an die Unabhängigkeit zu brechen und seine Würde zu verletzen.
Unter dem Vorwand, die „grundgesetzliche Ordnung“ wieder herzustellen,
war diese Gewaltanwendung und der beispiellos blutige Angriff ein Mittel,
die Unabhängigkeit Aserbaidschans niederzuwerfen und den Kollaps des kommunistischen Regimes zu verhindern.
Doch Aserbaidschan stellte 1991, trotz militärischen, politischen und moralischen Drucks,
seine Unabhängigkeit im 20. Jahrhundert zum zweiten Mal wieder her
(erste Aserbaidschanische Demokratische Republik wurde 1918 gegründet und exsistierte bis 1920).
Im Herbst des Jahres 1989 hatte die nationale demokratische Bewegung in Aserbaidschan einen großen Aufschwung erreicht.
Hunderttausende Menschen hatten für die Unabhängigkeit, die Souveränität und die territoriale Integrität Aserbaidschans demonstriert.
Der Einmarsch der Truppen war der Versuch des sowjetischen Regimes unter Leitung von Michael Gorbatschow, die friedliche Bevölkerung
Aserbaidschans einzuschüchtern, die für die nationale Freiheit und die Unabhängigkeit des Landes aufgestanden war.
Als Ergebnis des Massenterrors wurden Hunderte von unschuldigen Menschen getötet und verwundet. Die ganze Welt hat das kriminelle
Wesen des totalitären sowjetischen Regimes gesehen.
Diese Politik der Einschüchterung durch die sowjetischen Truppen wurde schon vorher in der Tschechoslowakei,
Ungarn und Afghanistan angewendet. Doch, trotz militärischen, politischen und moralischen Drucks,
stellte Aserbaidschan 1991 seine Unabhängigkeit im 20. Jahrhundert zum zweiten Mal wiederher.